Habe hier eine interessante Internetseite gefunden: http://www.jeder-fehler-zaehlt.de/
Viel Spaß beim Lesen!
Montag, 10. Januar 2011
Dienstag, 23. November 2010
Behandlung Angehöriger
Die Behandlung von Angehörigen gestaltet sich als äußerst schwierig. Zum einen ist da die Tatsache, dass man noch gründlicher und genauer arbeiten möchte, als man es natürlich sowieso schon tut und das optimalste Ergebnis erzielen möchte. Zum anderen hat man den Patienten dann aber auch zu Hause um sich und bekommt hautnah mit, ob der Zahn noch empfindlich ist, man gerade an einer Wurzelfüllung vorbei schrammt oder vielleicht sogar gerade drauf zu steuert.... Kurzum: nach einer Woche "Patient" zu Hause, Nelken, CHX-Spülungen, Donti, Duraphat-Sessions und Ibuprofen 800 bin ICH fix und fertig und mein Patient anscheinend auch. Einerseits würde ich diesen Patienten also gerne abgeben, aber wenn man andererseits bedenkt, dass die Füllungen, die ein Kollege vorher gemacht hat, auch nicht sooo prickelnd waren, habe ich mich mal dazu entschlossen, weiter durchzuhalten:-)
Freitag, 8. Oktober 2010
Daseinsberechtigung der "P"
Ich habe keine Wahnsinns-neue-Geschichte zu berichten, ich möchte aus gegebenem Anlass aber einfach mal die These aufstellen: hat die "P" eine Daseinsberechtigung? Wenn nicht nach Tagen, so wenigstens nach einem halben bis dreiviertel Jahr gehen mir die Zähne hoch. Und trotzdem hoffe ich jedes Mal wieder, dass der entsprechende Zahn ruhig bleibt. Vielleicht, weil ich keine Endo machen will? Weil ich jedes Mal denke, dass der Patient denkt, dass ich den Nerv erreiche, weil ich zu blöd bin, um vorsichtiger zu exkavieren? Dabei sollte man sich da ja wirklich keine Gedanken machen, schließlich hat der Patient seine Zähne nicht geputzt und nicht ich. Wie meine Chefin dazu meinte: ob Du die Karies zärtlich weg machst oder etwas schneller, ist egal, die Karies muss weg:-)
Daran halte ich mich jetzt mal!
Daran halte ich mich jetzt mal!
Donnerstag, 19. August 2010
Über Geschmack lässt sich nicht streiten
Einige Patienten, die schon öfter zur Prophylaxe da waren, bringen ihre eigenen Interdentalbürsten mit.
Das ist praktisch, da man so nicht erst wieder die genaue Größe suchen und ständig neue Bürstchen anbrechen muss. Erscheint mir zumindest sehr einleuchtend.
Gerade heute war aber jemand da, der sogar seine eigene Polierpaste mitgebracht hat. Ihm schmecke die aus der Praxis nicht (ganz normaler Minzgeschmack) und er wolle seine Zähne lieber mit seiner normalen Hauszahnpasta mit Polierkörpern (die auch Minzgeschmack hat) poliert haben. Ok, dann halt so.
Ein anderer Prophylaxepatient benutzt auch zu Hause keine Zahnpasta mit Minzgeschmack, muss er ja auch nicht, es gibt ja auch geschmacksneutrale. Die mag er aber auch nicht, sondern schwört stattdessen auf Zahnpasta mit Himbeergeschmack.
Mir stellt sich jetzt die Frage, welche Firma denn Himbeerzahnpasta für Erwachsene herstellt, aber die Frage muss sich mir gar nicht stellen, denn mein erwachsener (!) Patient verwendet seit Jahren Kinderzahnpasta für unter 4-jährige.
Achja, ein weiterer Grund für Himbeer- statt Minzgeschmack war bei ihm übrigens, dass die Zigaretten danach sonst nicht schmecken.
Das ist praktisch, da man so nicht erst wieder die genaue Größe suchen und ständig neue Bürstchen anbrechen muss. Erscheint mir zumindest sehr einleuchtend.
Gerade heute war aber jemand da, der sogar seine eigene Polierpaste mitgebracht hat. Ihm schmecke die aus der Praxis nicht (ganz normaler Minzgeschmack) und er wolle seine Zähne lieber mit seiner normalen Hauszahnpasta mit Polierkörpern (die auch Minzgeschmack hat) poliert haben. Ok, dann halt so.
Ein anderer Prophylaxepatient benutzt auch zu Hause keine Zahnpasta mit Minzgeschmack, muss er ja auch nicht, es gibt ja auch geschmacksneutrale. Die mag er aber auch nicht, sondern schwört stattdessen auf Zahnpasta mit Himbeergeschmack.
Mir stellt sich jetzt die Frage, welche Firma denn Himbeerzahnpasta für Erwachsene herstellt, aber die Frage muss sich mir gar nicht stellen, denn mein erwachsener (!) Patient verwendet seit Jahren Kinderzahnpasta für unter 4-jährige.
Achja, ein weiterer Grund für Himbeer- statt Minzgeschmack war bei ihm übrigens, dass die Zigaretten danach sonst nicht schmecken.
Im Falle eines Falles UHU???
Ende letzter Woche kam eine neue Patientin zu mir, die schon länger nicht beim Zahnarzt war, wie sie mir direkt zu Anfang mitteilte.
Ich nehme mal an, wenn die Not sie nicht getrieben hätte, wäre sie auch noch länger nicht zum Zahnarzt gegangen, aber das ist eine andere Sache.
Die Patientin hatte wie gesagt ein Problem, denn ihre OK 1er (mittleren Schneidezähne) waren ihr vor einigen Tagen samt Wurzel rausgefallen.
Der restliche Zahnstatus bestand im OK aus 2ern und 3ern, die mehr schlecht als recht vom Zahnfleisch gehalten wurden (und nur darauf warteten, es den 1ern gleichzutun) und einem 5er Wurzelrest.
Normalerweise würde man in so einem Fall einen Status aufnehmen, eine Planung machen, Interimsersatz herstellen, extrahieren usw.- wollte ich auch, aber irgendwie scheint es "normalerweise" nicht mehr zu geben.
Denn es hat sich rausgestellt, dass die Patientin nächste Woche ein großes Ereignis feiern will - incl. Friseurtermin, Fotograf, lecker Essen und ca 50 Gästen. Ahhh...
Gut- die Planung musste also kürzer ausfallen, ich habe versucht der Patientin zu erklären, dass wir alles versuchen, ihr bis nächste Woche eine Interimsprothese herzustellen und dass wir, sobald wir das OK haben, Abdrücke nehmen und die Restzähne im OK entfernen.
Daraufhin meinte sie, ihre Gäste seien sowieso Verwandschaft und es würde ihr nichts ausmachen, zahnlos zu feiern. Hm.
Alternativ habe ich ihr vorgeschlagen bis zur Feier die 1er an den 2ern zu befestigen, so dass sie wenigstens auf den Fotos lachen kann. Die Idee kam auch ganz gut an.
Es wurde dann zwischen Praxis, Labor und Krankenkasse wild hin- und hergefaxt, letztendlich waren HKP und Kostenvoranschlag da und genehmigt und die Patientin kam zur Extraktion.
Vor dem Eingriff haben wir die Patientin dann nochmals darüber aufgeklärt, dass sie dann in einigen Tagen ihre Prothese haben wird und daraufhin meinte sie nur, dass wir ja, sollte ihr das nicht so gut gefallen, ihre alten Zähne wieder ankleben könnten. Hä???
Nach einigem Hin und Her hat aber auch die Patientin verstanden, wie der weitere Behandlungsablauf sein wird (alles wurde sorgsam dokumentiert) und ist jetzt zahnlos und in freudiger Erwartung einer top OK-Prothese.
Manche Leute haben Ideen ;)
Ich nehme mal an, wenn die Not sie nicht getrieben hätte, wäre sie auch noch länger nicht zum Zahnarzt gegangen, aber das ist eine andere Sache.
Die Patientin hatte wie gesagt ein Problem, denn ihre OK 1er (mittleren Schneidezähne) waren ihr vor einigen Tagen samt Wurzel rausgefallen.
Der restliche Zahnstatus bestand im OK aus 2ern und 3ern, die mehr schlecht als recht vom Zahnfleisch gehalten wurden (und nur darauf warteten, es den 1ern gleichzutun) und einem 5er Wurzelrest.
Normalerweise würde man in so einem Fall einen Status aufnehmen, eine Planung machen, Interimsersatz herstellen, extrahieren usw.- wollte ich auch, aber irgendwie scheint es "normalerweise" nicht mehr zu geben.
Denn es hat sich rausgestellt, dass die Patientin nächste Woche ein großes Ereignis feiern will - incl. Friseurtermin, Fotograf, lecker Essen und ca 50 Gästen. Ahhh...
Gut- die Planung musste also kürzer ausfallen, ich habe versucht der Patientin zu erklären, dass wir alles versuchen, ihr bis nächste Woche eine Interimsprothese herzustellen und dass wir, sobald wir das OK haben, Abdrücke nehmen und die Restzähne im OK entfernen.
Daraufhin meinte sie, ihre Gäste seien sowieso Verwandschaft und es würde ihr nichts ausmachen, zahnlos zu feiern. Hm.
Alternativ habe ich ihr vorgeschlagen bis zur Feier die 1er an den 2ern zu befestigen, so dass sie wenigstens auf den Fotos lachen kann. Die Idee kam auch ganz gut an.
Es wurde dann zwischen Praxis, Labor und Krankenkasse wild hin- und hergefaxt, letztendlich waren HKP und Kostenvoranschlag da und genehmigt und die Patientin kam zur Extraktion.
Vor dem Eingriff haben wir die Patientin dann nochmals darüber aufgeklärt, dass sie dann in einigen Tagen ihre Prothese haben wird und daraufhin meinte sie nur, dass wir ja, sollte ihr das nicht so gut gefallen, ihre alten Zähne wieder ankleben könnten. Hä???
Nach einigem Hin und Her hat aber auch die Patientin verstanden, wie der weitere Behandlungsablauf sein wird (alles wurde sorgsam dokumentiert) und ist jetzt zahnlos und in freudiger Erwartung einer top OK-Prothese.
Manche Leute haben Ideen ;)
Freitag, 23. Juli 2010
50%
Ich denke an eine Prothetik-Vorlesung zum Thema Totalprothesen zurück. Unser Professor hat abschließend angemerkt, dass der Bedarf an jenen immer weiter sinkt, man überhaupt nur ganz selten solche herstellt.
Sehr gut möglich (nein, bestimmt!), dass das in der Klinik anders ist, doch ich kann das definitiv widerlegen.
Heute jedoch auch für mich eine Premiere: Ein JUNGER Mann (26 J.) - im UK fehlen alle Zähne, im OK alle bis auf zwei.
Auf meine Frage wie es so weit kommen konnte, sagt er verlegen: "jaaa, zu 50% ist das bestimmt auch meine Schuld!"
Meine Neugierde war einfach zu groß, ich musste mich nach den restlichen 50% erkundigen: "das ist erblich bedingt, ich habe zu weiche Zähne"
Also, mein Fazit: solange sich Menschen mit "weichen Zähnen" fortpflanzen, werde ich wohl noch Totalprothesen herstellen!
Sehr gut möglich (nein, bestimmt!), dass das in der Klinik anders ist, doch ich kann das definitiv widerlegen.
Heute jedoch auch für mich eine Premiere: Ein JUNGER Mann (26 J.) - im UK fehlen alle Zähne, im OK alle bis auf zwei.
Auf meine Frage wie es so weit kommen konnte, sagt er verlegen: "jaaa, zu 50% ist das bestimmt auch meine Schuld!"
Meine Neugierde war einfach zu groß, ich musste mich nach den restlichen 50% erkundigen: "das ist erblich bedingt, ich habe zu weiche Zähne"
Also, mein Fazit: solange sich Menschen mit "weichen Zähnen" fortpflanzen, werde ich wohl noch Totalprothesen herstellen!
Mittwoch, 7. Juli 2010
Rekord gebrochen
Ich habe gestern meinen persönlichen Rekord (vorher 35) an Patienten pro Tag gebrochen: 43 Karten. Ich bin urlaubsreif:-)
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